Ausfluss in der Schwangerschaft

Ausfluss in der Schwangerschaft ist keineswegs ungewöhnlich!

Bei den meisten Frauen nimmt während der Schwangerschaft der Ausfluss deutlich zu; das muss nicht zwangsläufig so sein, ist aber durchaus normal. Diesen vaginalen Ausfluss bezeichnet man als Leukorrhea. Er ist als solcher zu erkennen durch seine weißlich-milchig aussehende Farbe, schleimige Konsistenz und einem milden Geruch.

Diese Form von Ausfluss ist völlig harmlos und gerade in der Schwangerschaft recht häufig, weil gerade dann der Vaginalbereich besser durchblutet wird und dies zu mehr Ausfluss führt. Oft nimmt die Menge des Ausflusses im Lauf der Schwangerschaft zu und der Ausfluss kann dickflüssiger werden, soweit sogar, dass er am Muttermund einen Schleimpfropfen bildet, der sich bei dessen Öffnung loslöst, was man als „Zeichnen“ bezeichnet. Dies ist ein Zeichen, dass gleich die Wehen beginnen.

Dementsprechend kann bis zum Beginn der Wehen der Ausfluss auch ziemlich stark werden, was aber auch durchaus der Normalität entspricht und darauf hinweist, dass die Wehen kurz bevorstehen. Wenn Sie in der Schwangerschaft bei sich selbst stärkeren Ausfluss bemerkt haben – keine Panik!

Behalten Sie einfach die normalen Hygienemaßnahmen bei und halten Ihren Genitalbereich rein und sauber. Verwenden Sie – falls dies nötig sein sollte – zum Auffangen lieber Slipeinlagen, keine Tampons! Vermeiden Sie jedoch deodorisierte Produkte und Intimduschen, da diese in seltenen Fällen gefährliche Komplikationen auslösen können.

FAZIT: 

Bei vaginalem Ausfluss in der Schwangerschaft: keine Panik, das ist ganz normal! Normale Körperhygiene reicht vollkommen aus – Grund zur Sorge besteht nicht!

Aber Achtung!

Vorsicht bei Veränderungen des Ausflusses, das heißt, wenn er nicht mehr weißlich-milchig und mildriechend ist. Sollte er übelriechend sein oder seine Farbe ändern, also grünlich, gelblich, bräunlich oder dick und zähflüssig werden, so ist Vorsicht geboten. Sollte der Ausfluss ein Jucken oder Brennen verursachen, so deuten all diese Veränderungen auf eine Infektion, wie zum Beispiel eine Candidiasis, hin.

Bitte suchen Sie in solch einem Falle – auch wenn Sie sich nur unsicher sind – Ihren Frauenarzt auf und lassen dies überprüfen! Infektionen sollte behandelt werden, bevor Sie entbinden!